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Das Leben von Dr. Hildegard Hansche |
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1926 wird sie Mitglied der SPD. Zugleich hat sie eine innige Beziehung zu Quäkern und ihren Anschauungen. Deren christliche Weltanschauung, insbesondere ihr Pazifismus und ihr soziales Engagement, prägen Hildegard Hansche tief. Zeit ihres Lebens versucht sie, beide weltanschauliche Ansätze in sich zu vereinen. Als Lehrerin versucht sie, auch unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ihre Schüler im humanistischen Geist zu erziehen und ihnen einen kritischen Blick auf ihre Umwelt zu vermitteln. Als sie sieht, dass einer ihrer Schüler auf der Straße einen Juden anspuckt und beschimpft, stellt sie ihn offen zur Rede. Sie wird denunziert und bezahlt ihre Menschlichkeit mit einer dreijährigen Haft im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Auch in dieser Hölle bleibt sie ihren humanistischen Idealen treu. Nach der Befreiung arbeitet Hildegard Hansche als Lehrerin, Rektorin und Schulrätin in Luckenwalde, ehe sie 1948 der Einladung einer Freundin nach Singen folgt. Dort ist sie wieder als Lehrerin tätig. Alle Bemühungen, eine ihrer Qualifikation entsprechende Stelle zu bekommen, scheitern. Wie schon in den 20er Jahren engagiert sie sich in der Friedensbewegung der 70er und 80er Jahre. Mit großer Besorgnis nimmt sie die beängstigenden Zeichen von Neofaschismus, Rassenhaß und Ausländerfeindlichkeit wahr und arbeitet aktiv in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten. Seit den 70er Jahren beschäftigt Hildegard Hansche die Idee, eine Stiftung zu gründen. Die für erlittenes NS-Unrecht erstrittene Entschädigung hat sie nicht angerührt und durch eine äußerst bescheidene Lebensweise stetig weiter gespart. Was soll mit dem Geld nach ihrem Tod passieren? In der Bildung einer Stiftung sieht Hildegard Hansche ihren Beitrag, um neuen Erscheinungen der Intoleranz entgegenzuwirken und insbesondere die Beschäftigung Jugendlicher mit der Realität des Nationalsozialismus, seinen Ursachen und Folgen zu befördern.
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