Wir trauern um Eva Bäckerová


Wir trauern um Eva Bäckerová, die am 19. September verstorben ist. Eva wurde 1940 in eine jüdische Familie in Kežmarok in der Slowakei geboren. Als 1942 die Transporte von dort in die Vernichtungslager begannen, tauchte die Familie unter. Die zweijährige Eva wurde in eine fremde Familie gegeben, die Eltern versteckten sich mit der jüngeren Schwester Magdalena. 1944 holten sie Eva in ihr Versteck nach. Die Familie wurde im Dezember 1944 verraten und nach Ravensbrück verschleppt. Hier ermordete die SS ihre Schwester. Eva wurde von dort mit ihrer Mutter nach Bergen-Belsen deportiert, wo sie die Befreiung erlebte. Ihr Vater wurde im Außenlager Ebensee des KZ Mauthausen ermordet. Eva arbeitete nach dem Krieg als Lehrerin und lebte im slowakischen Košice. Sie war von 2009 bis 2017 Mitglied im Aufsichtsrat der Dr. Hildegard Hansche Stiftung und von 2015 bis 2018 Präsidentin des Internationalen Ravensbrück Komitees. Eva nahm von 2007 bis 2016 – mit einer Unterbrechung 2013 – am Generationenforum teil.
Wir haben eine gute Freundin verloren.
Die Welt ist wieder einmal ärmer.
Wir sind mit allen sehr traurig, die Gelegenheit hatten, Eva kennenzulernen. Und sie kennengelernt zu haben, hieß, sie unendlich lieb zu gewinnen. Mit ihrem feinen Humor, ihrer Bescheidenheit und ihrer Zugewandtheit. Jetzt heißt es, allmählich zu begreifen, dass wir sie wirklich nicht mehr sprechen können. Der Kreis derer, die sie künftig unendlich vermissen werden, ist groß, sehr groß.
Wir bekunden ihrer Tochter Beata unser tiefstes Beileid.