2. Ravensbrücker Generationenforum


9.–12. April 2005

mit den Ravensbrück-Über­le­ben­den Agnes BarthaBatsheva DaganElisabeth (Lisl) Jäger und mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Berlin und Brandenburg, sowie drei ungarischen Jugendlichen und dem Enkel von Batsheva Dagan aus Israel.

 

Das Programm war durch Teilnehmende des ersten Forums mit erarbeitet worden. Sie übernahmen wichtige Aufgaben als Teamer*innen und bei der einführenden Ortserkundung. Das Anliegen, durch die Verlängerung des Forums um einen Tag mehr Freiräume zu schaffen, ist durch die Fülle der unterschiedlichen Aktivitäten wiederum zu kurz gekommen. Entlastende Elemente gab es im Abendprogramm durch ein Lagerfeuer, das die Teilnehmenden der Landesjugendfeuerwehr Brandenburg professionell überwachten, und die Aufführung des Theaterstücks „Die Geschwister von Ravensbrück“ nach F.C. Weiskopf durch das Straßentheater Gransee.

 

„Hass und Überleben“ waren das thematische Zentrum des von interessierten Jugendlichen unter medienpädagogischer Anleitung von medi@ktiv  erstellten Films „Ich hab mir immer gedacht, ich muss hier wieder rauskommen...“. In ihm wurden Interviews mit überlebenden Häftlingen des Frauen-KZ Ravensbrück aus der Sammlung lebensgeschichtlicher Interviews von Loretta Walz  ausgewertet und zielgerichtet die anwesenden Überlebenden und Teilnehmende befragt. Für den Film war besonders interessant, wie sich Gefühle von Hass und Rache im Laufe der Zeit verändert haben. Batsheva Dagan erzählte anschaulich von ihren eigenen Erkenntnisprozessen. 

 

In der Medienarbeit engagierte Teilnehmende berichteten live über das Generationenforum im Berliner offenen Kanal.